+ 49 341 492603-0 (Mo-Fr 08:00 - 16:30 Uhr)
Kauf auf Rechnung
Folienzuschnitt nach Maß
Versandkostenfrei ab 100 € innerhalb DE
 
A B C D E F G H I K L P R S T W

Kfz-Warnmarkierung gemäß DIN 30710


Fahrzeuge, welche Sonderrechte beanspruchen wie z. B. Fahrzeuge der Straßenreinigung und Müllabfuhr oder auch Winterdienstfahrzeuge, sind mit Warnmarkierungen zu kennzeichnen. Die Nutzung von eingeschränkten Sonderrechten nach §35 (6) StVO setzt die ausreichende und korrekte Kennzeichnung mit rot-weiß schraffierter Kfz-Warnmarkierung voraus.

Fahrzeug ohne Warnmarkierung

Fahrzeug mit Warnmarkierung


Eine solche Sicherheitskennzeichnung besteht aus reflektierenden weißen und roten, je 100 mm breiten Streifen, die im Winkel von 45° angebracht sind. Die verwendete Folie muss mindestens der Reflexionsklasse RA2 entsprechen. Zur Kennzeichnung der Fahrzeuge wird eine festgeschriebene Anzahl an Normflächen gefordert.

 

DIN 30710

 

Normfläche: Eine Normfläche ist ein 141x141mm dimensioniertes Quadrat welches diagonal in eine rote und in eine weiße Hälfte unterteilt ist.

Einzelfläche: Zwei Normflächen ergeben eine Einzelfläche mit den Maßen 141x282mm. 

Die Anbringung einer einzelnen Norm- bzw. Einzelfläche ist ungenügend.


Mindestkennzeichnung gemäß DIN 30710: 8 Normflächen bzw. 4 Einzelflächen an der Front und in gleicher Zahl am Fahrzeugheck erforderlich. 

 

Linksweisend-hoch


linksweisend 

Rechtsweisend-hoch


rechtsweisend 

 

 

 

Rechtsweisend


rechtsweisend 

 

  

 

Linksweisend


linksweisend 

 (Richtungsangabe der Folie, wie sie bei uns im Shop erhältlich ist.)



Zusätzliche Kennzeichnung:

Die Seitenflächen müssen zur Nutzung der eingeschränkten Sonderrechte nicht gekennzeichnet werden, es wird aber empfohlen. Insbesondere bei Fahrzeugen die auch quer zur Fahrtrichtung zum Einsatz kommen. Fahrzeuge, die in besonderem Maße sichtbar sein müssen (z. B. Einsatzfahrzeuge) bzw. auf Autobahnen eingesetzt werden, sollten über die Mindestanforderungen hinaus gekennzeichnet werden. Soll eine seitliche Kennzeichnung erfolgen, so ist zusätzliche Folie erforderlich. Es empfiehlt sich, die Seitenflächen ebenfalls mit je 8 Normflächen (4 links- und 4 rechtsweisende) zu kennzeichnen.


In der Praxis sind die Warnmarkierungen jedoch häufig nicht DIN-gerecht angebracht. Die Vermeidung von Kosten oder unzureichende Kenntnisse über Normen und Produkte können Gründe dafür sein. Eine falsche (falsche Richtung etc.) oder ungenügende (die Nichteinhaltung der Mindestanforderungen der DIN 30710) Kennzeichnung bedeutet also – theoretisch – dass keine Sonderrechte für das Fahrzeug gelten. 

Daher ist stets eine fachgerechte Sicherheitskennzeichnung anzustreben.

Häufig gemachte Fehler:

  • Unverständnis über die Bezeichnungen Vorder- und Rückseite (es sind Frontansicht und Heckansicht des Fahrzeugs gemeint)
  • zu wenig Normflächen an Front und Heck
  • nur eine Normfläche an Front und Heck
  • angeschnittene Normflächen, sodass bspw. auf einem Streifen von 282mm nur eine ganze Normfläche enthalten ist

  Variante 1
(beginnend mit rot)
Variante 1
(beginnend mit weiß)
Anzahl
Vorderseite
Anzahl
Rückseite
Falsch

Normfläche
141x141mm
8
4 linksweisend
4 rechtsweisend
 8
4 linksweisend
4 rechtsweisend
Die Anbringungen einzelner Normflächen ist unzulässig bzw. für eine Kennzeichnung nach DIN 30710 nicht ausreichend.

Einzelfläche
141x282mm
4
2 linksweisend
2 rechtsweisend
 4
2 linksweisend
2 rechtsweisend



Mindestfläche
141x564mm
2
1 linksweisend
1 rechtsweisend
2
1 linksweisend
1 rechtsweisend



Quadrat
282x282mm


2
1 linksweisend 
1 rechtsweisend
2
1 linksweisend
1 rechtsweisend






kombinierte
Fläche


2
1 linksweisend 
1 rechtsweisend
2
1 linksweisend
1 rechtsweisend


 

Gestaltung der Flächen

Durch die Definition von Normflächen ist es möglich, die Warnmarkierung an verschiedene Fahrzeugarten anzupassen. Sie lässt sich jedoch nicht an jedem Fahrzeug normgerecht anbringen.

Bspw. bei Pkw von Straßenbetriebsdiensten oder Landesämtern wird die Folie häufig auf die Motorhaube geklebt, wodurch sie flach liegt und praktisch keine Wirkung hat – die Markierung wird schlecht gesehen und bei Nacht kann keine Reflexion stattfinden. 

Wie oben schon beschrieben, werden je Fahrzeug 16 Normflächen benötigt. Bestenfalls werden diese zusammengefasst zu 4 Zuschnitten mit je 4 Normflächen. 
Die Warnmarkierung soll zudem symmetrisch angebracht werden.

Die Warnmarkierung muss immer so angebracht werden, dass sich in der Mitte optisch ein "Dach" oder ein "A" bilden könnte. 

 

Rechtsweisend

Linksweisend

 

 Warnmarkierung kann an die Konturen und Linienführung des Fahrzeugs angepasst werden, solang die Normflächen erhalten bleiben und die Mindestanforderungen erfüllt sind.

 

Verarbeitung und Ausführungen 

Zu beachten ist, wie lange das Fahrzeug genutzt werden soll. Bei Leasing-Fahrzeugen ist der Einsatz von Warnmarkierung ohne zusätzliche Maßnahmen als kritisch zu bewerten.
Zwar gibt es wiederablösbare Folien, dass bedeutet aber nicht, dass sie sich problemlos vom Fahrzeug entfernen lassen. Es kann beim Entfernen der Warnmarkierung vorkommen, dass durch die Alterung der Folie (Sonneneinstrahlung usw.) die Klebeschicht in Wabenform auf dem Fahrzeug verbleibt. Teilweise trennt sich die Folie auch in ihre Bestandteile. Die obere Schicht wird abgezogen, zurück bleiben viele einzelne reflektierende Waben, die ebenfalls nur mühsam zu entfernen sind.

Es empfiehlt sich daher, Untergrundfolie zu verwenden (auf die Untergrundfolie wird dann die Warnmarkierung aufgeklebt), welche sich mittels Wärme rückstandsfrei entfernen lässt. 

Sehr einfach in der Handhabung und mehrfach wiederverwendbar sind magnetische und selbsthaftende Warnmakierungen.

Unsere Produkte im Bereich Kfz-Warnmarkierung finden Sie hier.