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Retroreflexion

 

Reflexion beschreibt ein physikalisches Phänomen, bei dem Lichtwellen von einer Grenzfläche zurückgeworfen werden. Das klassische Beispiel ist der Spiegel. 

Retroreflexion ist ein fachspezifischer Ausdruck, der beschreibt auf welche Art und Weise das Licht vom Material reflektiert wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe reflektierend und retroreflektierend als Synonyme verwendet. 

 

Prinzip der Retroreflexion

 

Retroreflexion tritt auf, wenn Lichtstrahlen in die Richtung zurückgeworfen werden, aus der sie gekommen sind. Sie senden also das Licht zur bestrahlenden Lichtquelle zurück. Stellen Sie sich ein Fahrrad am Straßenrand vor. Ein Fahrzeug fährt mit eingeschalteten Scheinwerfern auf dieses zu. Wenn dieses Fahrrad mit Speichenreflektoren ausgestattet ist oder der Fahrer Kleidung aus retroreflektierendem Material trägt (Warnweste), wird eine große Menge des reflektierten Lichts in Richtung der ursprünglichen Lichtquelle zurückgeworfen, z. B. die Fahrzeugscheinwerfer. Dies verbessert die Erkennung des Rades bzw. der Person durch den Fahrzeugführer und erhöht damit auch die mögliche Reaktionszeit für den Fahrer, damit keine gefährliche Situation entsteht.

Namenhafte Hersteller hoch qualitativer Reflexfolien sind 3M™ und Orafol (Hergestellt in Deutschland) sowie Avery (Hergestellt in den USA). Die Stärke der Retroreflexion ist abhängig vom Aufbau und der Reflexklasse der Reflexfolie sowie von den Umgebungsbedingungen.

Den Aufbau von Reflexfolien unterscheidet man einmal in Glaskugel-Reflexfolien (frei liegend (Aufbau A) oder eingekapselt (Aufbau B)) zum anderen in mikroprismatische Reflexfolien (Aufbau C).

Glaskugeln erzeugen eine breitere Lichtstreuung, mikroprismatische Folien eine gebündelte, intensivere Reflexion. Die Reflexklassen werden in RA1, RA2 oder RA3 angegeben und sind ein Indikator für die Höhe des Rückstrahlwertes (candela/lux pro m²). Darüber hinaus lässt sich verallgemeinert sagen: je dunkler die Umgebung, desto stärker die messbare Reflexion.

 

Mikroprismen-Technologie


Vor mehr als 40 Jahren erfand die Firma Reflexite die Mikroprismentechnologie und ist noch heute führender Hersteller für prismatische Folien und Produkte mit bestmöglicher Sichtbarkeit bei Tag und Nacht, bei schlechten Lichtverhältnissen und schlechten Wetterbedingungen. Die Prismentechnologie funktioniert durch Brechung des Lichts an der Innenfläche. Licht trifft nacheinander auf die drei Oberflächen der Mikroprismen, bevor es zur Quelle zurückkehrt. Die retroreflektive Effizienz wird durch die präzise Anordnung der Mikroprismen verstärkt. Die ausgefeilte Oberflächennutzung der Mikroprismen bietet die höchsten Reflexionsstandards.

Glaskugel-Technologie



In einem Glasperlensystem trifft das Licht auf die Rückseite der Perle und wird zu seiner Quelle zurückgeworfen. Im Vergleich dazu erreicht das Licht bei der Prismentechnologie nacheinander jede der drei Prismenoberflächen, bevor es zur Quelle zurückgeworfen wird. Da bei einem Mikroprisma eine größere reflektierende Fläche vorhanden ist als bei der Glasperle, reflektieren Mikroprismen bis zu 250 Prozent mehr Licht als Glasperlen.